SVM 2017 in Winterthur

Gute Ränge 4 und 5 für Frauen und Männer am SVM-Final

Der SVM lebt doch.
Bei angenehmem Leichtathletikwetter trafen sich am 13. Mai 2017 die besten Teams der Schweiz zum SVM-Final Nationaliga A in Winterthur. Mit den Rängen vier bei den Frauen und fünf bei den Männern durften die Athletinnen und Athleten, sowie deren Trainer zufrieden sein. 


Trotz den Ausfällen von Mujinga Kambunji, Melanie Fasel und Maja Neuenschwander (GP von Bern) traten die Frauen mit einem ausgeglichenen und leistungsstarken Kader an. Bei den Männern fehlten vorallem die starken Werfer Stefan, Simon und Lukas Wieland (alle verletzt), was in der Endabrechnung sicherlich eine bessere Klassierung kostete. Angeführt wurden die beiden Teams von den neuen Teamcoaches Fränzi Straubhaar und Alexander Wieland sowie einem prominenten 15köpfigen Trainerstab.

 

Staffeln (4x100m)

Der Wettkampf begann für die beiden Staffel-Teams nicht optimal. Die Frauenstaffel (Team 1) schnitzerte bei der zweiten Übergabe und verlor entscheidende Zehntelssekunden. Beide Herrenstaffeln brachten den Stab nicht ins Ziel und schrieben einen Nuller.

 

Sprints (100 – 400m)

Die Sprinter/-innen konnten sich wegen des Wetters im April/Mai nicht optimal auf den SVM vorbereiten und waren noch weit von ihrer Bestform entfernt. Mit ihren 3fach-Starts fuhren Muswama Kambundji und Anna Lüber trotzdem wertvolle Punkte ein. Die Männer sorgten nach den verpatzten Staffeln wieder für Zählresultate, mit viel Luft nach oben. Über 400m Männer erzielten Marc Bill und Tim Meichtry beide respektable 50“-Zeiten und dies nach sehr animierten 800m-Läufen. Marc durfte sich über 400m eine persönliche Bestleistung notieren lassen.

 

Mittel- / Langstreckenstrecken

Kerstin Rubin lief über 800m neue persönliche Bestleistung und gewann souverän.

Bei den Männern holten Marc Bill (Rang 2) und Tim Meichtry (Rang 5) mit neuer PB von 1:53.29 zusammen 27 Punkte für das Team. Für den wohl souveränsten Sieg aller gestarteten STB-ler sorgte Luca Noti über 3000m.

 

Sprünge

Rang- und Punktemässig lieferten  hier Anja Gyger und Damian Wild (beide Weit/Drei) die besten Punktewerte. Erfreulich auch die Tatsache, dass Mahdi Ibraham Ali (16) bei seinem SVM-Début im Hoch- und Weitsprung Bestleistungen erzielte. Erwähnenswert ist auch die neue PB im Hochsprung (1.60m) von Carla Wild, die für das Team, zusammen mit ihrem Resultat über 100 Hürden starke 18 Punkte beisteuerte. Mit soliden Resultaten im Stabhochsprung sorgten die beiden Neuzuzüge Lukas und Andreas Rauber dafür, dass „Stabtrainer“ Stefan Müller auf einen Doppelstart verzichten konnte.

Bei den Frauen war Viviana Rogai mit Rang fünf beste Punktesammlerin des Stabteams.

 

Hürden

Das Team der Stunde hiess Tamàs Valkay und Raphael Clemencio, das sowohl über die Kurz- als auch über die Langhürden total 45 Punkte sammelte! Dies ist um so erstaunlicher, weil beide als „Notlösung“ einsprangen. Über 400m Hürden der Frauen liefen Linda Seiler und Annic Frias und holten mit guten Einzelleistungen insgesamt 20 Punkte.

 

Würfe

Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass sich der STB seit Jahren auf die Werfer verlassen kann. Dies war auch an diesem SVM-Samstag der Fall. Verstärkt durch den Walliser Neuzugang Daniel Bittel (Diskusvierter mit 43.64) holten die starken Männer in den Wurfwettbewerben total 86!! Punkte. Bei den Damen überzeugten vor allem die Speerwerferinnen Nathalie Meier (Rang 1) und Lena Meyer (Rang 3).

 

Oldies but Goldies

Dass ein SVM ohne Oldies kein richtiger SVM ist, das wissen die Insider schon lange. So hoffen wir natürlich, dass wir die nächsten Saisons weiterhin auf Senta Kleger, Role Widmer, Stefan Müller zählen dürfen, denn sie sind immer zur Stelle, wenn man sie braucht und steuerten auch 2017 wichtige 32 Punkte bei.

 

Weitere Bestleistungen erzielten:

  • Michael Zuberbühler, 100/200m
  • Alexander Wieland, Hammer
  • Annic Frias, 400m
  • Anna Lea Schindler, 100H
  • Carmen Mägli, Kugel
  • Florence Wiedmer, Kugel

 

Highlights aus Team-Sicht

Bei den Männern entschied sich Stefan Müller anlässlich der Carfahrt nach Winterthur spontan, als dritter Dreispringer zu starten. Mit seinen 12.46m holte er 6 wertvolle Punkte! Annic Frias erhielt den Spontaneititätspreis bei den Frauen: Nach den kurzfristigen, verletzungs- und krankheitsbedingten Absagen von zwei gesetzten Läuferinnen lief Annic eine Stunde nach ihrem 400m-Lauf auch die 400m Hürden und überraschte alle und sich selbst.

 

Fazit und Schlussbemerkungen

Das von den Teamcaptains am Teamanlass verkündete Motto „Wir sind ein Team“ spürte man bei der Hinfahrt, auf dem Wettkampfplatz, aber auch beim anschliessenden Nachtessen und der Rückreise nach Bern.

Ein grosses Dankeschön geht auch an Senta Kleger, die sich für Design und Produktion der an alle abgegebenen exklusiven STB-Trinkflaschen verantwortlich zeigte. Für die Pausenverpflegung sorgte die Firma Wander sowie ein Geschenkkorb mit vielen Köstlichkeiten von Monica Rossi.

Das Team freut sich schon heute auf den SVM 2018 und die Jüngeren auf weitere SVM-Anlässe in den U16/U18 und U20-Kategorien. 

Kerstin Rubin: Sieg in 2:11.16

3000m-Zieleinlauf Luca Noti in persönlicher Bestleistung von 8:19.03

Andreas Rauber absolvierte seinen ersten SVM für den STB und wurde mit egalisierter PB von 4.40m guter Neunter.